Bewegung als Hauptanwendung

Pacing meint das gleichmäßige Dosieren von Belastung über den Tag (Übersicht: Pacing und Routinen ).

Die Bewegungstherapie ist das am besten untersuchte Feld für Pacing. Hier wurde zuerst untersucht, wie sich eine dosierte, regelmäßige Belastung über Wochen gegenüber einem Wechsel aus Schonen und Übertreiben verhält. Aus diesem Forschungsfeld stammt der Begriff selbst, und auch die heute übliche Praxis (klein anfangen, im stabilen Verlauf langsam steigern, schlechte Tage nicht streichen, sondern verkleinern) ist hier entstanden.

Ein konkretes Beispiel: Wer aktuell zehn Minuten am Stück gehen kann, beginnt für den Aufbau nicht mit zwanzig, sondern mit fünf bis sieben Minuten an drei oder vier Tagen pro Woche. Erst wenn dieses Maß zwei bis drei Wochen stabil läuft, wird vorsichtig gesteigert. Die gleiche Logik gilt für Wassergymnastik, sanftes Krafttraining oder Tai-Chi. Wiederholbarkeit geht vor Intensität.

Wie das in den verschiedenen Bewegungsformen konkret aussieht, beschreibt die Detail-Seite Bewegung . Schmerzformspezifische Anpassungen finden sich in den jeweiligen Krankheitsbereichen, zum Beispiel unter Bewegung bei Fibromyalgie .

Hinweis: Diese Seite dient der medizinischen Orientierung und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnostik oder Behandlung.