Wenn die Patellasehne beim Springen schmerzt
Ein lokal umschriebener Schmerz an der unteren Spitze der Kniescheibe, der beim Sprung, beim Landen und beim explosiven Antritt aufflammt und sich nach dem Einlaufen kurz bessert: das ist das typische Bild des Springerknies. Volleyball, Basketball, Handball, Hochsprung und ähnliche Sportarten produzieren diese Tendinopathie besonders häufig. Wer früher von „Springer-Knie" gehört hat: gemeint ist genau das.
Was dahintersteckt
Das Springerknie ist die Tendinopathie der Patellasehne an ihrem proximalen Ursprung an der unteren Patellaspitze. Die Patellasehne überträgt die Kraft der Oberschenkelvorderseite auf den Unterschenkel und steht bei jedem Sprung, jedem Stoppen und jedem Bremsen unter sehr hoher Last. An ihrem Ansatz an der Kniescheibe wird das Sehnengewebe unter dauerhaft hoher Belastung umgebaut und in seiner Belastbarkeit herabgesetzt, mit einem fehlgesteuerten Heilungsverlauf, vergleichbar mit anderen Tendinopathien .
Das Springerknie ist von zwei verwandten Bildern abzugrenzen. Morbus Osgood-Schlatter betrifft Jugendliche im Wachstumsalter und entsteht am Ansatz der Patellasehne am Schienbein, nicht an der Kniescheibe. Die distale Patellasehnen-Tendinopathie des Erwachsenen sitzt ebenfalls am Schienbein-Ansatz und ist selten. Beide werden hier nicht miterfasst.
Wer betroffen ist
Das Springerknie ist eine typische sportassoziierte Tendinopathie mit deutlicher Häufung in Sprung- und Stop-and-go-Sportarten. Unter Spitzensportlern in Volleyball, Basketball, Handball und Hochsprung sind 30 bis 45 Prozent betroffen, in Vereins- und ambitionierten Freizeitsportlern immer noch 10 bis 20 Prozent. Außerhalb des Sports ist das Krankheitsbild selten.
Männer sind häufiger betroffen als Frauen, der Altersgipfel liegt zwischen 15 und 30 Jahren. Biomechanisch begünstigen eine reduzierte Beweglichkeit im Sprunggelenk, schwächere Quadrizeps- und Hüftstrecker, eingeschränkte Beweglichkeit der hinteren Oberschenkelmuskulatur und eine ungünstige Sprung- und Landetechnik die Beschwerden. Trainings- und Belastungssprünge (mehr Sätze, härtere Böden, höhere Intensität) sind häufig der Auslöser.
Typische Symptome
Leitsymptom ist ein belastungsabhängiger, umschriebener Schmerz direkt an der unteren Spitze der Kniescheibe mit Druckschmerz an dieser Stelle. Typisch ist ein „Warm-up-Effekt": Schmerz zu Beginn der Belastung, Besserung im Verlauf, Wiederkehr nach Belastungsende, häufig mit Morgensteifigkeit am Folgetag. Bei fortgeschrittener Erkrankung treten Beschwerden auch in Alltagsbelastungen auf, etwa beim Treppensteigen oder beim Aufstehen aus tiefer Hocke.
Diagnostisch wegweisend ist der Single-Leg Decline Squat: eine einbeinige Kniebeuge auf einer um 25 Grad nach vorne abgekippten Schräge. Diese Übung belastet die Patellasehne gezielt und reproduziert den Schmerz reliabel. Sie dient gleichzeitig als Verlaufs- und Trainingssteuerungsinstrument.
Die Diagnose ist klinisch. Ultraschall kann eine Sehnenverdickung an der Patellaspitze darstellen und wird vor allem zum Ausschluss eines Sehnenrisses bei akuten Verläufen eingesetzt. MRT ist nur bei unklaren Befunden indiziert. Differenzialdiagnostisch sind eine Quadrizepssehnen-Tendinopathie am oberen Patellapol, das patellofemorale Schmerzsyndrom (Schmerz hinter der Kniescheibe, oft beim Treppensteigen), eine Hoffa-Fettkörper-Reizung und ein Plica-Syndrom abzugrenzen.
Was die Behandlung trägt
Tragend ist ein dosiertes, progressiv gesteigertes Krafttraining für die Streckkette über mehrere Monate. Drei Belastungsformen sind etabliert und ergänzen sich.
Vorweg zur Ehrlichkeit über die Belege: Zur Patellasehne ist viel veröffentlicht worden, gut belegt ist deshalb noch nicht viel. Eine Cochrane-Übersicht von 2025 hat die Studienlage gesichtet und sieben randomisierte Studien mit zusammen 211 Teilnehmenden gefunden, darunter keine einzige, die das Training gegen eine Scheinbehandlung geprüft hätte. Wo das Training gegen „gar keine Behandlung" stand, war der Unterschied beim Schmerz deutlich, er stammt aber aus einer einzigen Studie mit 39 Personen, und die Autoren stufen die Sicherheit dieser Aussage als sehr gering ein. Bei der Funktion zeigte sich kein Unterschied.
Das spricht nicht gegen das Training, denn kein anderes Verfahren steht besser da und Üben ist risikoarm. Es heißt: Die unten beschriebenen Programme sind gut beschrieben, nicht bewiesen. Und alle Studien wurden an Sportlerinnen und Sportlern durchgeführt, überwiegend an Männern; auf ältere oder wenig aktive Menschen lässt sich das nicht ohne Weiteres übertragen.
Isometrische Übungen (Anspannen ohne Bewegung) sind ein gut verträglicher, sicherer Einstieg, wenn die Sehne stark gereizt ist. Sie werden oft als zuverlässige Sofort-Schmerzbremse vor Training und Wettkampf angepriesen. Diese Empfehlung ist schwächer belegt, als sie klingt: Sie geht auf eine sehr kleine Studie mit sechs Sportlern zurück und ließ sich in späteren Untersuchungen an Patella-, Achilles- und Plantarsehne nicht bestätigen. Übersichtsarbeiten finden keinen Vorteil gegenüber anderen Belastungsformen. Nutzen Sie sie also als Einstieg, aber verlassen Sie sich nicht darauf, dass sie den Schmerz zuverlässig wegnimmt. Eine eigenständige Langzeitstrategie sind sie ohnehin nicht.
Schweres, langsames Krafttraining (Heavy-Slow-Resistance) und exzentrisch betonte Übungen sind die Basis der Behandlung. Ein Unterschied zwischen beiden ließ sich in den Vergleichen nicht nachweisen, was bei dieser Studienlage nicht heißt, dass sie erwiesen gleich gut sind, sondern dass die Frage offen ist. Praktisch entlastet Sie das: Sie dürfen die Form wählen, die Sie durchhalten. Das klassische Decline-Squat-Protokoll (einbeinige Kniebeuge auf einer 25-Grad-Schräge, zweimal täglich, zwölf Wochen) ist eine historische Variante; die Belastungshöhe und die Wiederholbarkeit über Monate sind wichtiger als die genaue Übungswahl. Das schwere, langsame Training hat dabei einen sehr praktischen Vorteil: Es kostet pro Woche deutlich weniger Zeit, und deshalb halten es mehr Menschen durch.
Was das Training tut, und was nicht. Es repariert die veränderte Stelle in der Sehne nicht. Die bleibt oft im Ultraschall sichtbar, auch wenn die Beschwerden verschwunden sind. Was Training erreicht: Es macht die Sehne insgesamt belastbarer, zusammen mit Kraft und Funktion, sodass sie wieder trägt. Als Erklärung wird angenommen, dass der unveränderte Teil der Sehne die Last übernimmt; das ist ein Modell, nicht bewiesen. Der praktische Punkt gilt unabhängig davon: Beschwerdefreiheit ist möglich, ohne dass das Bild wieder „schön" wird. Und deshalb müssen Sie nicht auf ein Verfahren warten, das die Struktur heilt.
Begleitend werden die kinetische Kette und die Bewegungstechnik adressiert. Eine Schwäche der Hüftstrecker und der Wadenmuskulatur, eine schlechte Sprung- und Landetechnik und ein zu großer Trainingsumfang sind häufige beitragende Faktoren. Diese werden mit physiotherapeutischer Begleitung systematisch verändert. Mehr Hintergrund unter Bewegung .
Auf die Reihenfolge kommt es an. Eine wochenlange vollständige Sportpause ist meist nicht der richtige Weg: Sie dekonditioniert die Sehne und die Streckkette und löst das Problem nicht. Stattdessen werden aggravierende Spitzenlasten temporär modifiziert: Sprünge auf hartem Boden, maximale Wettkampfintensität, hohe Trainingsfrequenz.
Aber das heißt nicht „einfach draufhalten". Eine akut gereizte, stark schmerzhafte Sehne wird zuerst beruhigt, indem die auslösende Spitzenlast für ein bis zwei Wochen herausgenommen wird. Schweres Training genau in dieser Phase kann die Beschwerden verstärken. In einer Untersuchung an dänischen Profifußballern war vorbeugendes exzentrisches Training bei Spielern mit bereits auffälliger, aber beschwerdefreier Sehne mit einem höheren Verletzungsrisiko verbunden. Also: erst beruhigen, dann aufbauen. Diese Reihenfolge geht in vielen Ratgebern unter.
Stoßwellentherapie wird häufig angeboten, und die Erwartung sollte niedrig sein. Wo sie gegen eine Scheinbehandlung geprüft wurde, zeigte sie an Achillessehne und Ellenbogen keinen Vorteil. Auch für die Patellasehne liegen inzwischen zwei solche Vergleiche vor, und auch dort war die echte Stoßwelle der Scheinbehandlung weder beim Schmerz noch bei der Funktion überlegen. Sie ist damit kein Baustein, den man einplant, sondern allenfalls ein Versuch, wenn das Training über Monate ausgereizt ist. Polidocanol-Sklerosierung hat speziell an der Patellasehne moderate Evidenz, ist aber kein Routineverfahren.
Kortikoid-Spritzen sind in dieser Population besonders kritisch. Die jungen, sportlich aktiven Patienten werden nach der Spritze meist schnell wieder hoch belastet, was das Risiko eines Patellasehnenrisses erhöht. Eine Spritze direkt in die Sehne ist klar zu vermeiden, eine peritendinöse Injektion sollte nicht wiederholt erfolgen.
Operative Verfahren bleiben Verläufen vorbehalten, die nach mindestens sechs Monaten konsequenter konservativer Therapie nicht ausreichend gebessert haben. In Vergleichsstudien sind sie der fortgeführten Belastungstherapie nicht systematisch überlegen.
Training beim Springerknie
Die Patellasehne überträgt die Kraft der Oberschenkelvorderseite auf den Unterschenkel, und diese Muskelgruppe ist der Motor, den das Programm trifft. Sie allein reicht aber nicht. Bei jeder Landung verteilt sich die Last auf Sprunggelenk, Knie und Hüfte. Ist die Wadenmuskulatur schwach, kann mehr Last am Knie ankommen. Fehlt Kraft in der Hüft- und Gesäßmuskulatur, weicht das Knie beim Landen eher nach innen aus. Deshalb gehören Wade und Hüfte in dasselbe Programm wie der Oberschenkel, auch wenn der Schmerz nur an der Kniescheibe sitzt.
Der Aufbau folgt drei Stufen, und Geräte brauchen Sie dafür nicht. Ist die Sehne stark gereizt, steht am Anfang die gehaltene Anspannung ohne Bewegung, etwa im Wandsitz oder im Ausfallschritt in halber Tiefe. Sie ist ein verträglicher Einstieg, aber keine verlässliche Schmerzbremse, wie oben beschrieben. Die zweite Stufe trägt das Programm: die langsame Kniebeuge gegen deutlichen Widerstand, zunächst im kleinen Bewegungsumfang, später einbeinig oder mit beschwertem Rucksack. Der einbeinige Decline Squat, also die einbeinige Kniebeuge auf einer nach vorn abgekippten Schräge, ist eine bewährte Steigerungsstufe und gleichzeitig Ihr Messwerkzeug. Ob Sie das Absenken betonen oder Heben und Senken kombinieren, ist zweitrangig. Wadenheben und ein langsamer Ausfallschritt ergänzen die Kette nach unten und oben. Die dritte Stufe ist die federnde Belastung, also Sprünge, Landungen und Richtungswechsel. Sie ist das Ziel, nicht der Anfang, und sie ersetzt die schwere langsame Last nicht: Sie belastet die Sehne stoßartig und kurz, während für den Aufbau der Belastbarkeit lange gehaltene, hohe Last angenommen wird. Anders als an der ansatznahen Achillessehne gibt es an der Patellaspitze keine vergleichbar ausgeprägte Kompressionskomponente. Die volle Beugetiefe ist also nicht grundsätzlich gesperrt, sondern eine Frage der Verträglichkeit.
Beim Springerknie ist der Verlaufsmarker besonders klar, weil derselbe Test, der die Diagnose stützt, auch die Steuerung übernimmt. Bewerten Sie den Schmerz im einbeinigen Decline Squat auf einer Skala von null bis zehn, immer zur selben Tageszeit und vor dem Training. Der zweite Marker ist die Belastung selbst: wie viele Sprünge, Sprints und Richtungswechsel eine Trainingseinheit enthält. Wer das nicht zählt, steigert im Sport meist schneller, als die Sehne folgen kann. Ohne Sport taugt das Treppabgehen als Marker: ab welcher Stufenzahl meldet sich die Kniescheibenspitze?
Die Faustregel für die Dosis lautet: Schmerz während der Übung ist erlaubt, solange er moderat bleibt und das Knie am nächsten Tag wieder auf Ihrem gewohnten Niveau liegt. Zwei bis drei Einheiten pro Woche sind eine brauchbare Orientierung, und der Aufbau liegt günstiger in der Saisonpause als in der Wettkampfphase. Ein Grund, mit dem Beginn zu warten, ist das nicht. Für die Beurteilung rechnen Sie in Monaten. Ein erster belastbarer Eindruck entsteht nach etwa zwölf Wochen, die Rückkehr in den vollen Sport dauert oft ein halbes Jahr und länger. Bleibt die Besserung aus, lohnt vor jeder Eskalation der Blick auf die Umsetzung. Haben Sie regelmäßig geübt, die Last je gesteigert und die Sprungbelastung wirklich reduziert? Das hier Beschriebene ist ein Beispiel dafür, wie ein Übungsprogramm aussehen kann, und kein persönlicher Trainingsplan. Welche Übungen für Sie passen und wie schnell Sie steigern, klären Sie mit Ihrer Physiotherapeutin oder Ihrem Physiotherapeuten. Die allgemeine Dosierungslogik steht im Trainingseinstieg , die Einordnung von Belastung als Therapie unter Bewegung .
Spiegelvariante am oberen Patellapol: Quadrizepssehne
Die Quadrizepssehnen-Tendinopathie sitzt am Ansatz der Oberschenkelvorderseite am oberen Pol der Kniescheibe, also direkt gegenüber der Patellaspitze. Sie ist die obere Spiegelvariante des Springerknies, klinisch deutlich seltener und bei älteren Patienten häufiger. Typisch sind Druckschmerz am oberen Patellapol und Schmerzen bei kraftvoller Quadrizeps-Aktivierung gegen Widerstand, etwa beim Treppensteigen oder beim Aufstehen aus tiefer Hocke.
Die Behandlung folgt derselben Logik wie beim Patellaspitzen-Sitz: dosiertes, progressiv gesteigertes Krafttraining der Streckkette mit Heavy-Slow-Resistance oder exzentrisch-konzentrischen Übungen, Belastungsanpassung, ausreichende Zeit. Klinisch wichtiger ist hier das erhöhte Risiko einer Quadrizepssehnenruptur, besonders bei älteren Patienten mit Diabetes mellitus, chronischer Niereninsuffizienz oder vorausgegangenen Kortikoid-Therapien. Eine Kortikoid-Spritze in die Sehne ist deshalb klar zu vermeiden, und ein plötzlicher Kraftverlust mit Streckdefizit gehört notfallmäßig abgeklärt (siehe „Wann ärztlich abklären" unten).
Wann ärztlich abklären
- bei plötzlichem starken Schmerz nach Sprung oder Tritt mit Funktionsverlust und Hochstand der Kniescheibe (Verdacht auf Patellasehnen-Riss, dringlich)
- bei plötzlichem Kraftverlust mit ausbleibender Streckung des Knies, häufig mit Tiefstand der Kniescheibe (Verdacht auf Quadrizepssehnen-Riss, dringlich)
- bei begleitender Knieschwellung, Streckdefizit oder Instabilität (möglicher Hinweis auf eine andere strukturelle Knieverletzung)
- bei ausbleibender Besserung trotz konsequenter Belastungs- und Übungstherapie über mehrere Monate
Was Sie realistisch erwarten dürfen
Auch hier gehört Ehrlichkeit hin, weil sich viele unter Druck setzen, wenn es nicht schnell vorangeht.
Das Springerknie ist zäh. In einer Langzeitauswertung fühlten sich fünf Jahre nach Behandlungsbeginn noch etwa 24 von 100 nicht erholt, und nur rund zwei Drittel der sportlich Aktiven erreichten wieder ihr früheres Leistungsniveau. Ein kleiner Teil beendet den Sport ganz.
Wer dazugehört, lässt sich vorher nicht sagen: Verlässliche Vorhersagefaktoren wurden trotz Suche nicht gefunden. Konsistent zeigt sich nur eines: Je länger die Beschwerden schon bestehen, desto zäher der Verlauf. Ob eine frühere Behandlung den Verlauf verbessert, ist damit nicht bewiesen; gegen langes Zuwarten spricht es trotzdem.
Das ist kein Grund zur Resignation, sondern zur Geduld. Wenn es bei Ihnen länger dauert, haben Sie nichts falsch gemacht.
Zusammenfassung
Das Springerknie ist die Tendinopathie der Patellasehne an der Patellaspitze und eine typische Belastungserkrankung in Sprung- und Stop-and-go-Sportarten. Die Diagnose ist klinisch, der Single-Leg Decline Squat dient als Provokationstest und als Trainingssteuerung. Tragend ist ein progressives Krafttraining über Monate: erst die gereizte Sehne beruhigen, dann aufbauen. Isometrische Übungen sind ein verträglicher Einstieg, aber keine verlässliche Schmerzbremse; zwischen schwerem langsamem und exzentrischem Training ist kein Unterschied nachgewiesen, Sie dürfen also die Form wählen, die Sie durchhalten. Die Studienlage ist insgesamt dünner, als die Menge der Veröffentlichungen vermuten lässt: Eine Cochrane-Übersicht von 2025 fand keine einzige Studie, die das Training gegen eine Scheinbehandlung geprüft hat. Das Training repariert die veränderte Stelle nicht, es macht die Sehne insgesamt belastbarer. Eine wochenlange komplette Sportpause ist meist nicht der richtige Weg. Kortikoid-Spritzen sind in dieser Population besonders kritisch.
Weiterführende Quellen
Systematische Übersichten und Schlüsselstudien
- Training bei Patellasehnen-Tendinopathie (Lopes et al. 2025, Cochrane) : systematische Übersicht mit sieben randomisierten Studien; keine davon prüft das Training gegen eine Scheinbehandlung, die Sicherheit der Evidenz ist sehr gering.
- Belastungsprogramme bei Patellasehnen-Tendinopathie (Lim und Wong 2018) : systematische Übersicht zu isometrischer, exzentrischer und schwerer, langsamer Belastung bei Patellasehnen-Tendinopathie.
- Therapieoptionen beim Springerknie (Everhart et al. 2017) : systematische Übersicht zur konservativen und operativen Behandlung.
- Netzwerk-Metaanalyse zur Behandlung des Springerknies (Challoumas et al. 2021) : Auswertung von 37 randomisierten Studien; die Stoßwelle war der Scheinbehandlung in den zwei direkten Vergleichen weder beim Schmerz noch bei der Funktion überlegen.
- Belastungsprogramme an Achilles- und Patellasehne (Malliaras et al. 2013) : vergleichende Übersicht, die zeigt, dass die Belastungshöhe wichtiger ist als der Kontraktionstyp.
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Hinweis: Diese Seite dient der medizinischen Orientierung und ersetzt keine individuelle ärztliche oder physiotherapeutische Beratung, Diagnostik oder Behandlung.