Grundlagen

Faszienrolle: Was sie kann und was nicht

Die Rolle wirkt. Nur nicht so, wie alle denken Die Faszienrolle steht in Millionen Wohnzimmern, und immer noch viele benutzen sie mit derselben Erklärung im Kopf: Sie löse Verklebungen im Bindegewebe. Das tut sie nicht. Und das ist keine Frage schwacher Studien, sondern eine Frage der Physik. Trotzdem tut die Rolle vielen Menschen gut. Das ist kein Widerspruch, sondern die eigentlich interessante Geschichte. Warum Verklebungen nicht lösbar sindForscher haben berechnet, welche Kraft nötig wäre, um menschliche Faszien tatsächlich zu verformen. Nicht dauerhaft, sondern überhaupt: um ein einziges Prozent. ...

13. Juli 2026 · 6 Minuten · Robert Bonnemann

Kortisonspritze: wann sie hilft und wann sie schadet

Kortisonspritze: wann sie hilft und wann sie schadet Die Kortisonspritze ist die häufigste Spritze bei Schmerzen am Bewegungsapparat, und sie ist zugleich die Behandlung, deren Nutzen am stärksten davon abhängt, wohin sie gesetzt wird. Derselbe Wirkstoff ist an der Sehnenscheide die erste Wahl, am Gelenk eine kurzfristige Überbrückung und an der Sehne selbst eine Behandlung, nach der es sechs Wochen später besser und ein Jahr später im Durchschnitt schlechter steht als ohne. Diese Seite erklärt die drei Fälle, damit Sie die Spritze, die Ihnen angeboten wird, einordnen können. ...

10. September 2026 · 15 Minuten · Robert Bonnemann

Pacing in der Bewegung

Bewegung als Hauptanwendung Pacing meint das gleichmäßige Dosieren von Belastung über den Tag (Übersicht: Pacing und Routinen ). Bewegung ist die häufigste Anwendung von Pacing. Die Form, um die es hier geht, stammt aus der verhaltenstherapeutischen Schmerzbehandlung: Aktivität nach einem vorher festgelegten Maß statt nach dem Schmerz des Augenblicks, und dieses Maß dann schrittweise erhöhen. In der Bewegungstherapie ist daraus die heute übliche Praxis geworden: klein anfangen, im stabilen Verlauf langsam steigern, schlechte Tage nicht streichen, sondern verkleinern. Daneben gibt es eine Tradition, die vor allem Energie einteilt und spart; sie ist bei ME/CFS wichtig, bei chronischen Schmerzen weniger. ...

13. Mai 2026 · 1 Minute · Robert Bonnemann

Stoßwellentherapie: was sie kann und was sie kostet

Stoßwellentherapie: was sie kann und was sie kostet Bei der Stoßwellentherapie werden Druckwellen von außen durch die Haut auf eine schmerzende Sehne, einen Sehnenansatz oder ein Kalkdepot geleitet. Das Verfahren wird bei fast allen langwierigen Sehnenbeschwerden angeboten. Diese Seite erklärt, was die Vergleichsstudien dazu zeigen, warum die Behandlung plausibel klingt und wer sie bezahlt. Der Befund, an dem sich am meisten lernen lässt, kommt von der Schulter. Der Kalk löst sich auf, der Schmerz folgt kaumDie Kalkschulter ist der einzige Ort, an dem die Stoßwelle ein Ziel hat, das man auf einem Röntgenbild sehen kann: ein umschriebenes Kalkdepot in einer Sehne des Schultergelenks. Die Idee dahinter ist einleuchtend. Die Welle zertrümmert den Kalk, der Körper räumt ihn ab, der Schmerz geht zurück. ...

17. September 2026 · 12 Minuten · Robert Bonnemann

Was die Studien zeigen

Zwei Zahlen, die zusammengehören Zu diesem Thema wird mit einer Zahl geworben, die unter Idealbedingungen zustande kam. Deshalb lohnt es sich, genau hinzusehen, woher die Zahlen stammen und wie sie zusammengehören. Die AusgangsstudieSie untersuchte Menschen mit chronischem Rückenschmerz, im Mittel seit zehn Jahren. Nach vier Wochen mit neun Sitzungen waren zwei Drittel nahezu oder vollständig schmerzfrei, verglichen mit einem Fünftel unter einer Scheinbehandlung, einer offen als Placebo gegebenen Spritze. Dieselbe Gruppe wurde nach fünf Jahren erneut befragt: Gut die Hälfte war weiterhin nahezu schmerzfrei. Diese Zahl braucht allerdings ihren Vergleich, sonst führt sie in die Irre, denn auch von den Menschen ohne diese Behandlung war zu diesem Zeitpunkt gut ein Drittel nahezu schmerzfrei. Der Vorsprung war nach fünf Jahren also noch da, aber schmaler als direkt nach der Behandlung. Was die Teilnehmer in diesen fünf Jahren sonst noch an Behandlung bekamen, wurde nicht erfasst. ...

29. Juli 2026 · 3 Minuten · Robert Bonnemann

Was Pacing bedeutet

Dosierte Wiederholbarkeit als Logik Pacing bedeutet, Aktivität nicht nach Tagesform zu dosieren, sondern nach einem stabilen Niveau, das auch an schlechten Tagen machbar bleibt. Das ist gegen die Intuition. An guten Tagen wäre mehr möglich, an schlechten gar nichts. Genau dieses Muster führt aber zu starken Schwankungen, häufigen Rückschlägen und dem Gefühl, keine Kontrolle zu haben. In der Schmerzmedizin wird dieses Muster Boom-and-Bust genannt. Pacing kehrt diese Logik um: niedrig starten, regelmäßig bleiben, schrittweise steigern. Ein konkretes Beispiel: Wer im Schnitt einiger Tage etwa zehn Minuten gehen kann, ohne dass es am nächsten Tag nachwirkt, beginnt mit etwa acht Minuten, an mehreren Tagen pro Woche. Der kleine Abstand nach unten soll dafür sorgen, dass das Maß auch an schlechteren Tagen gelingt. Läuft es zwei bis drei Wochen stabil, wird um eine Kleinigkeit gesteigert, etwa um eine halbe bis eine Minute. Diese Zahlen sind eine verbreitete Faustregel, keine Vorschrift. ...

13. Mai 2026 · 2 Minuten · Robert Bonnemann

Was wir wissen und was nicht

Diese Seite erklärt, warum die Studienlage bei chronischen Schmerzen oft dünn ist, wie sich Unsicherheit von Beliebigkeit unterscheidet und nach welcher Regel sich trotz offener Fragen entscheiden lässt.

14. Juli 2026 · 6 Minuten · Robert Bonnemann

Weiterführend

Akupunktur bei chronischen Schmerzen: was die Nadel kann

Akupunktur bei chronischen Schmerzen: was die Nadel kann Akupunktur gehört zu den am besten untersuchten Verfahren der Schmerzmedizin. Die Antwort aus über 20.000 Studienteilnehmern ist eindeutig und für beide Seiten unbequem: Die Behandlung hilft, aber der Anteil, der auf die Nadelposition zurückgeht, ist klein. Diese Seite erklärt, was das für Ihre Entscheidung bedeutet, bei welchen Beschwerden ein Versuch lohnt, was die Kasse zahlt und woran Sie nach zehn Sitzungen erkennen, ob es weitergeht. ...

3. September 2026 · 10 Minuten · Robert Bonnemann

Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke)

Was ein Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke bedeutet Auf Befundberichten der Wirbelsäule steht häufig ein Satz wie „ausgeprägte Spondylarthrose L4/5 und L5/S1". Gemeint sind Verschleißzeichen an den kleinen Wirbelgelenken, den Facettengelenken. Der Satz klingt bedrohlich. Er beschreibt aber vor allem einen Befund, der ab dem mittleren Lebensalter bei sehr vielen Menschen vorliegt, auch bei denen ohne Rückenschmerz. Was die Facettengelenke sindJeder Wirbel ist mit dem darüber- und dem darunterliegenden über zwei kleine Gelenke an der Rückseite verbunden. Diese Facettengelenke führen die Bewegung und begrenzen sie. Anders als die Bandscheibe sind sie echte Gelenke mit Knorpel, Gelenkflüssigkeit und Kapsel. Sie altern wie andere Gelenke auch: Der Knorpel wird dünner, die Kapsel dicker, am Rand entstehen knöcherne Anbauten. ...

29. Juli 2026 · 13 Minuten · Robert Bonnemann

Arthrose im Sprunggelenk und Fuß

Wenn das Sprunggelenk verschleißt Am Knie und an der Hüfte ist Arthrose überwiegend eine Sache der Jahre. Am oberen Sprunggelenk ist das anders: Hier steht am Anfang meist eine Verletzung. Das verändert, wen es trifft, und es verändert die Fragen, die sich in der Behandlung stellen. Meist Folge einer Verletzung, nicht des AltersIn größeren Untersuchungen aus spezialisierten Zentren wurden 70 bis 78 von 100 Sprunggelenkarthrosen auf eine frühere Verletzung zurückgeführt. Diese Zahlen stammen aus Kliniken, in die überwiegend operationsbedürftige Fälle überwiesen werden. In der allgemeinen Versorgung dürfte der Anteil der Fälle ohne Verletzungsvorgeschichte höher liegen. Die Richtung des Befunds ist über mehrere Untersuchungen hinweg jedoch stabil. ...

29. Juli 2026 · 13 Minuten · Robert Bonnemann

Fibromyalgie und Stress: Nervensystem im Daueralarm

Bei Fibromyalgie kehrt das Stresssystem oft nicht zuverlässig in den Ruhezustand zurück. Stress ist dabei ein Verstärkungsfaktor unter mehreren, nicht die alleinige Ursache.

24. Mai 2026 · 5 Minuten · Robert Bonnemann

Für wen es passt und wann es warten sollte

Eine Frage der Passung Vor der Technik steht die Frage, ob das Vorgehen zu Ihrem Beschwerdebild passt. Wer am Ende davon profitiert, lässt sich bislang nicht vorhersagen. Schon vom Ansatz her ist es für einen Teil der Menschen mit chronischem Schmerz gedacht, nicht für alle. Was dafür sprichtMehrere der folgenden Punkte sprechen dafür, und sie müssen zusammen auftreten, nicht einzeln: die Beschwerden begannen in einer belastenden Lebensphase oder ohne Unfall Untersuchungen haben keine ausreichende Erklärung ergeben, oder der Befund passt nicht zum Beschwerdebild der Schmerz wechselt Ort oder Stärke ohne mechanisch nachvollziehbaren Grund es bestehen weitere Beschwerden wie Kopfschmerzen, Reizdarm, Schwindel oder anhaltende Erschöpfung es gibt ausgeprägte Angst vor Bewegung und deutliches Vermeidungsverhalten es gab Situationen, in denen eine sonst schmerzhafte Bewegung problemlos möglich war Diese Aufzählung ist kein Selbsttest, sondern Stoff für ein Gespräch. Ob bei Ihnen ein empfindlich gewordenes System im Vordergrund steht oder ein anderer Anteil, lässt sich beim Lesen einer Webseite nicht klären. Und niemand sollte nach dieser Seite einen Befund für unwichtig halten. ...

29. Juli 2026 · 3 Minuten · Robert Bonnemann

Hyaluronsäure im Knie: was die Spritze bringt

Hyaluronsäure im Knie: was die Spritze bringt Bei der Hyaluronsäure-Behandlung wird ein gelartiger Stoff ins Gelenk gespritzt, der auch natürlich in der Gelenkflüssigkeit vorkommt. Das Verfahren wird bei Arthrose häufig angeboten, meist als Serie und fast immer als Selbstzahlerleistung. Diese Seite erklärt, was der Vergleich mit einer Scheinspritze zeigt, warum die Fachgesellschaften daraus verschiedene Schlüsse ziehen und worauf Sie bei einem Angebot achten können. Zwei Millimeter auf hundertDie entscheidende Frage bei jeder Spritze lautet nicht, ob es danach besser geht. Das ist meistens der Fall, auch nach einer Spritze mit reiner Kochsalzlösung. Die Frage lautet, wie viel besser es geht als nach dieser Kochsalzspritze, denn nur dieser Unterschied geht auf das Präparat zurück. Alles andere ist der natürliche Verlauf, die Zuwendung, die Erwartung und der Umstand, dass man sich meldet, wenn es besonders weh tut, und es danach ohnehin wieder erträglicher wird. ...

17. September 2026 · 12 Minuten · Robert Bonnemann

Kohlwickel bei Kniearthrose: was die Studie zeigt

Kohlwickel bei Kniearthrose: was die Studie zeigt Unter den klassischen Hausmitteln ist der Kohlwickel eine Besonderheit: Er ist das einzige, das bei Kniearthrose in einer randomisierten Studie untersucht wurde. Das macht ihn nicht zum Medikament, aber es erlaubt eine ehrlichere Auskunft als bei den meisten Wickeln. Diese Seite zeigt, was die Studie gefunden hat, wie die Anwendung geht und wo die Grenzen liegen. Zum Ausdrucken Kohlwickel fürs Knie: Schritt für Schritt ...

29. Juli 2026 · 6 Minuten · Robert Bonnemann

Multimodale Schmerztherapie

Wenn Schmerz mehrere Wurzeln hat, braucht es mehrere Werkzeuge Multimodale Schmerztherapie kombiniert ärztliche, körperliche, edukative und psychologische Bausteine zu einem abgestimmten Programm. Sie ist die am besten untersuchte Antwort auf chronischen Schmerz, der über mehrere Monate besteht und sich durch eine einzelne Maßnahme nicht stabilisieren lässt. Was „multimodal" bedeutetBei chronischen Schmerzen wirken in der Regel mehrere Faktoren zusammen: mögliche Gewebeveränderungen, ein sensibler gewordenes Nervensystem, Bewegungsmangel und Schonverhalten, Schlaf, Stress, die berufliche und familiäre Situation. Eine Behandlung, die nur an einer Stelle ansetzt, wird einem solchen Geflecht oft nicht gerecht. ...

13. Mai 2026 · 8 Minuten · Robert Bonnemann

Sehnen, Faszien und Bindegewebe: was Training verändert

Sehnen, Faszien und Bindegewebe: was Training verändert Rund um Sehnen, Faszien und Bindegewebe kursieren viele Versprechen: dass Gewebe erst heilen müsse, dass eine Rolle Verklebungen löse, dass die richtige Ernährung die Sehne aufbaue. Diese Seite ordnet die häufigsten Fragen ein und trennt das, was gut belegt ist, von dem, was man nur vermutet. Sie ist die Begleitseite zur Podcast-Folge zum selben Thema. Die Kernbotschaft vorweg: Bindegewebe wird durch Training nicht repariert, aber belastbarer. Was dafür zählt, ist die richtige Dosis und die richtige Reihenfolge, nicht ein Wundermittel. ...

15. Juli 2026 · 7 Minuten · Robert Bonnemann

Spiegeltherapie und Graded Motor Imagery

Spiegeltherapie und Graded Motor Imagery Graded Motor Imagery ist ein dreistufiges Training, das die schmerzende Gliedmaße zuerst im Kopf wieder erreichbar macht und erst danach in Bewegung bringt. Die Spiegeltherapie, die davon am bekanntesten ist, steht am Ende dieses Weges und nicht am Anfang. Wofür das Training gedacht istBei manchen Schmerzerkrankungen ist die Bewegung selbst das Hindernis. Die Hand zu bewegen tut so weh, dass jede Übung an dieser Hürde scheitert. Manche Betroffene berichten außerdem, die Gliedmaße fühle sich fremd an, sie müssten hinsehen, um sie zu steuern, oder sie könnten sich eine Bewegung kaum noch vorstellen. ...

11. August 2026 · 8 Minuten · Robert Bonnemann

TENS-Gerät richtig anwenden: die Intensität entscheidet

TENS-Gerät richtig anwenden: die Intensität entscheidet TENS-Geräte sind frei verkäuflich, und die meisten werden ohne Einweisung benutzt. Dabei hängt die Wirkung vor allem an einer Einstellung: der Intensität. Diese Seite erklärt, was TENS belegt kann und was nicht, wie Sie das Gerät einstellen und woran Sie nach vier Wochen erkennen, ob es sich für Sie lohnt. Was ein TENS-Gerät machtTENS steht für transkutane elektrische Nervenstimulation. Klebeelektroden auf der Haut geben schwache Stromimpulse ab, die als Kribbeln spürbar sind. Das Ziel ist die Schmerzwahrnehmung, ausdrücklich unterhalb der Schwelle, an der Muskeln zucken. ...

5. August 2026 · 12 Minuten · Robert Bonnemann

Was realistisch herauskommt

Bilanz auf drei Achsen Die naheliegende Frage, mit der man in so ein Vorgehen hineingeht, lautet: Wird es weniger weh tun? Diese Frage ist berechtigt und für eine Bilanz zu schmal. Drei Achsen statt einer ZahlBrauchbar ist der Blick auf drei Achsen. Die erste ist die Schmerzstärke. Die zweite ist die Beeinträchtigung, also das, was Sie wieder tun können. Die dritte ist die Angst, also wie viel Sorge Ihnen der Schmerz noch macht. Diese drei bewegen sich unterschiedlich schnell. Nach klinischem Eindruck kommt oft die dritte zuerst, dann die zweite, und die erste zuletzt oder gar nicht. Eine feste Reihenfolge ist das nicht, und belegt ist sie auch nicht. ...

29. Juli 2026 · 4 Minuten · Robert Bonnemann

Ergänzungen

Bandscheibenvorfall: Wie lange dauert die Genesung?

Die meisten Bandscheibenvorfälle bessern sich ohne Operation deutlich, viele innerhalb von drei Monaten. Ein Teil braucht länger. Der Bildbefund sagt wenig über den weiteren Verlauf aus.

13. Mai 2026 · 11 Minuten · Robert Bonnemann

Bewegung

Bewegung als Therapie-Baustein Bewegung gehört zu den am besten untersuchten Faktoren bei chronischen Schmerzen. Ihre Wirkung läuft über mehrere Ebenen: körperliche Belastbarkeit, Schmerzverarbeitung im Nervensystem, Selbstwahrnehmung und Alltagsstabilität. Bedeutung bei chronischen SchmerzenBewegung gehört bei vielen chronischen Schmerzformen zur evidenzbasierten Erst-Linie der Behandlung. Das gilt vor allem für muskuloskelettale Bilder wie chronischen Rücken- oder Knieschmerz und für systemische Bilder wie die Fibromyalgie. Bei viszeralen und neuropathischen Schmerzen ist Bewegung in der Regel ergänzender Baustein, während die ursachenorientierte oder medikamentöse Behandlung im Vordergrund steht. Mehrere deutsche und internationale Leitlinien sowie systematische Übersichtsarbeiten führen Bewegung übereinstimmend als zentralen Baustein. ...

11. Mai 2026 · 11 Minuten · Robert Bonnemann

Fibromyalgie und Bewegung: wie viel ist sinnvoll?

Die Wahl der Sportart spielt eine geringere Rolle als die Frage, ob sich die Aktivität dauerhaft halten lässt. Ein niedriger, stabiler Einstieg mit schrittweiser Steigerung hat sich bewährt.

27. April 2026 · 8 Minuten · Robert Bonnemann

Komplementäre Verfahren

Was komplementäre Verfahren leisten Manualtherapie, Osteopathie, Massage, Akupunktur und verwandte Verfahren werden bei chronischen Schmerzen häufig in Anspruch genommen. Wirksamkeit, Indikation und Grenzen unterscheiden sich erheblich zwischen den Verfahren. Diese Seite ordnet ein, ohne pauschal abzulehnen oder zu überhöhen. Manuelle Verfahren: was ist wasManuelle Medizin, manuelle Therapie, Chiropraktik und Osteopathie werden im Alltag oft synonym benutzt, meinen aber Unterschiedliches. Sie unterscheiden sich vor allem in Ausbildung, Berufsgruppe und rechtlichem Rahmen, weniger in der eigentlichen Handgrifftechnik. Eine kurze Sortierung hilft bei der Auswahl. ...

11. Mai 2026 · 8 Minuten · Robert Bonnemann

Magnesium bei Schmerz: Wann sinnvoll, wann verzichtbar

Magnesium ist eines der häufigsten Selbstmedikations-Präparate bei chronischen Schmerzen. Die Evidenz ist je nach Indikation sehr unterschiedlich. Dieser Artikel ordnet ein, wo der Nutzen belegt ist und wo nicht, welche Form und Dosierung sich bewährt haben und welche Sicherheitsaspekte zählen.

18. Mai 2026 · 10 Minuten · Robert Bonnemann

Medikamente

Schmerzmedikamente einordnen Bei chronischen Schmerzen kommen Substanzen aus sehr verschiedenen Klassen zum Einsatz: klassische Schmerzmittel, Antikonvulsiva, Antidepressiva, Cannabinoide, Low-Dose-Naltrexon und andere. Welche Substanz sinnvoll ist, hängt vom Schmerzmechanismus ab, nicht von der Schmerzstärke allein. Diese Seite gibt einen Überblick. Konkrete Indikationen und Aufdosierungen gehören in die ärztliche Sprechstunde. Was Medikamente leistenSchmerzmedikamente wirken meist nicht heilend, sondern entlasten symptomatisch oder beeinflussen Schmerzverarbeitungsmechanismen. Sie sind häufig ein Baustein in einem Gesamtkonzept, das auch Bewegung, Schlaf, Stressregulation und gegebenenfalls Psychotherapie einschließt. ...

11. Mai 2026 · 3 Minuten · Robert Bonnemann

Pacing und Routinen

Wiederholbarkeit schlägt Intensität Aktivität dosieren, nicht maximieren Pacing bedeutet, Aktivität nicht nach Tagesform zu dosieren, sondern nach einem stabilen Niveau, das auch an schlechten Tagen machbar bleibt. Routinen sind das, was dieses Pacing im Alltag trägt. Bei chronischen Schmerzen gehört zum Pacing, das Maß in kleinen Schritten zu erhöhen, wenn es einige Wochen stabil läuft. Eine Ausnahme ist ME/CFS mit Verschlechterung nach Belastung: Dort bedeutet Pacing vor allem, innerhalb der eigenen Energiegrenzen zu bleiben, und Steigerung ist nicht das Ziel. Mehr dazu unter ME/CFS und Long COVID . ...

13. Mai 2026 · 2 Minuten · Robert Bonnemann

Schmerz nach einer Rückenoperation: was dahintersteckt

Anhaltender Schmerz nach einer Rückenoperation bedeutet nicht, dass etwas schiefgelaufen ist. Entscheidend ist die Reihenfolge: zuerst behandelbare strukturelle Ursachen in Rücksprache mit dem operativen Fach klären, dann konservativ-multimodal behandeln.

19. Juni 2026 · 6 Minuten · Robert Bonnemann

Schmerz neu einordnen: chronischen Schmerz verlernen?

Wenn der Alarm bleibt, obwohl nichts kaputt ist Die Bedeutung des Schmerzes verändern Bei manchen chronischen Schmerzen ist die Ursache nicht allein im Gewebe zu finden, sondern zu einem großen Teil in einem Nervensystem, das ein Schutzsignal weiter sendet, obwohl der Anlass vorbei ist. Für diese Schmerzform gibt es einen Ansatz, der nicht das Gewebe behandelt und nicht das Aushalten trainiert, sondern etwas Drittes: die Einordnung der Empfindung selbst. ...

29. Juli 2026 · 2 Minuten · Robert Bonnemann

Schmerzmodelle: wie moderne Schmerzmedizin denkt

Wie moderne Schmerzmedizin Schmerzen ordnet Ein „Modell" in der Medizin ist ein Erklärungsrahmen: eine Art, wie über ein Phänomen gedacht wird. Das Modell beeinflusst, welche Diagnostik gewählt, welche Therapie vorgeschlagen und welche Erwartung formuliert wird. Bei chronischen Schmerzen unterscheiden sich die gängigen Modelle erheblich, und die Wahl des Modells hat Konsequenzen für den Verlauf. ...

11. Mai 2026 · 4 Minuten · Robert Bonnemann

Vitamin D: Messen, Zielwerte und sinnvoll supplementieren

Wann eine Messung sinnvoll ist, welche Zielbereiche plausibel sind, wie eine vernünftige Supplementierung aussieht und wo die Grenzen dessen liegen, was sich von einem einzelnen Laborwert erwarten lässt.

13. April 2026 · 8 Minuten · Robert Bonnemann