Grundlagen

Ständig müde und erschöpft: woran es liegen kann

Ständig müde und erschöpft: woran es liegen kann Anhaltende Erschöpfung ist eine der häufigsten Beschwerden überhaupt und hat viele mögliche Ursachen. Diese Seite hilft, das Symptom einzuordnen, ohne es vorschnell auf eine einzelne Diagnose zu verengen. Was mit „Müdigkeit" gemeint sein kann Der gleiche Satz meint bei verschiedenen Menschen ganz Unterschiedliches. Es lohnt sich, das eigene Bild genauer zu benennen, weil daraus verschiedene Wege folgen. Gemeint sein kann Tagesschläfrigkeit, also die Neigung, tagsüber einzunicken. Sie deutet eher auf Schlafmangel, Schlafapnoe oder sedierende Medikamente hin. Gemeint sein kann rasche körperliche Erschöpfbarkeit, die klassische Fatigue. Gemeint sein kann Antriebslosigkeit, die eher in Richtung einer depressiven Verstimmung weist. Und gemeint sein kann eine geistige Ermüdbarkeit, oft „Brain Fog" genannt, mit Konzentrations- und Wortfindungsproblemen. ...

22. Juli 2026 · 4 Minuten · Robert Bonnemann

Ergänzungen

ME/CFS und Long COVID: wenn Erschöpfung zur Krankheit wird

Wenn Erschöpfung nach Belastung schlimmer wird Manche Menschen erholen sich nach einem Infekt nicht mehr. Sie bleiben erschöpft, und jede Anstrengung verschlechtert den Zustand, oft erst am nächsten Tag. Für dieses Bild steht die Abkürzung ME/CFS: Myalgische Enzephalomyelitis beziehungsweise Chronisches Fatigue-Syndrom. Seit der Corona-Pandemie tritt es häufiger auf, weil ein Teil der Menschen mit Long COVID im Verlauf ein solches Vollbild entwickelt. Was ME/CFS ist ME/CFS ist eine eigenständige Erkrankung, kein bloßes Müdesein und keine schwere Form von Erschöpfung. Betroffen sind mehrere Körpersysteme: das Immunsystem, das vegetative Nervensystem, die Kreislaufregulation und der Energiestoffwechsel. In Studien finden sich dazu messbare Auffälligkeiten. Sie sind aber uneinheitlich, und ein einzelner Test, der die Diagnose beweist, existiert bislang nicht. Die Weltgesundheitsorganisation führt ME/CFS als neurologische Erkrankung. ...

22. Juli 2026 · 4 Minuten · Robert Bonnemann