Grundlagen

Interventionen

Gezielte Verfahren und ihre Einordnung Was interventionelle Verfahren leisten können Interventionelle Verfahren sind gezielte, meist bildgesteuerte Eingriffe an schmerzleitenden Strukturen, zum Beispiel eine Injektion an eine gereizte Nervenwurzel. Sie kommen bei klarer Indikation infrage und können ein Zeitfenster für die aktive Therapie öffnen. Sie ersetzen die Basistherapie aus Bewegung, Aufklärung und gegebenenfalls Medikamenten nicht, sondern ergänzen sie. ...

20. Mai 2026 · 2 Minuten · Robert Bonnemann

Kortisonspritze: wann sie hilft und wann sie schadet

Kortisonspritze: wann sie hilft und wann sie schadet Die Kortisonspritze ist die häufigste Spritze bei Schmerzen am Bewegungsapparat, und sie ist zugleich die Behandlung, deren Nutzen am stärksten davon abhängt, wohin sie gesetzt wird. Derselbe Wirkstoff ist an der Sehnenscheide die erste Wahl, am Gelenk eine kurzfristige Überbrückung und an der Sehne selbst eine Behandlung, nach der es sechs Wochen später besser und ein Jahr später im Durchschnitt schlechter steht als ohne. Diese Seite erklärt die drei Fälle, damit Sie die Spritze, die Ihnen angeboten wird, einordnen können. ...

10. September 2026 · 15 Minuten · Robert Bonnemann

Stoßwellentherapie: was sie kann und was sie kostet

Stoßwellentherapie: was sie kann und was sie kostet Bei der Stoßwellentherapie werden Druckwellen von außen durch die Haut auf eine schmerzende Sehne, einen Sehnenansatz oder ein Kalkdepot geleitet. Das Verfahren wird bei fast allen langwierigen Sehnenbeschwerden angeboten. Diese Seite erklärt, was die Vergleichsstudien dazu zeigen, warum die Behandlung plausibel klingt und wer sie bezahlt. Der Befund, an dem sich am meisten lernen lässt, kommt von der Schulter. Der Kalk löst sich auf, der Schmerz folgt kaumDie Kalkschulter ist der einzige Ort, an dem die Stoßwelle ein Ziel hat, das man auf einem Röntgenbild sehen kann: ein umschriebenes Kalkdepot in einer Sehne des Schultergelenks. Die Idee dahinter ist einleuchtend. Die Welle zertrümmert den Kalk, der Körper räumt ihn ab, der Schmerz geht zurück. ...

17. September 2026 · 12 Minuten · Robert Bonnemann

Weiterführend

Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke)

Was ein Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke bedeutet Auf Befundberichten der Wirbelsäule steht häufig ein Satz wie „ausgeprägte Spondylarthrose L4/5 und L5/S1". Gemeint sind Verschleißzeichen an den kleinen Wirbelgelenken, den Facettengelenken. Der Satz klingt bedrohlich. Er beschreibt aber vor allem einen Befund, der ab dem mittleren Lebensalter bei sehr vielen Menschen vorliegt, auch bei denen ohne Rückenschmerz. Was die Facettengelenke sindJeder Wirbel ist mit dem darüber- und dem darunterliegenden über zwei kleine Gelenke an der Rückseite verbunden. Diese Facettengelenke führen die Bewegung und begrenzen sie. Anders als die Bandscheibe sind sie echte Gelenke mit Knorpel, Gelenkflüssigkeit und Kapsel. Sie altern wie andere Gelenke auch: Der Knorpel wird dünner, die Kapsel dicker, am Rand entstehen knöcherne Anbauten. ...

29. Juli 2026 · 13 Minuten · Robert Bonnemann

Hyaluronsäure im Knie: was die Spritze bringt

Hyaluronsäure im Knie: was die Spritze bringt Bei der Hyaluronsäure-Behandlung wird ein gelartiger Stoff ins Gelenk gespritzt, der auch natürlich in der Gelenkflüssigkeit vorkommt. Das Verfahren wird bei Arthrose häufig angeboten, meist als Serie und fast immer als Selbstzahlerleistung. Diese Seite erklärt, was der Vergleich mit einer Scheinspritze zeigt, warum die Fachgesellschaften daraus verschiedene Schlüsse ziehen und worauf Sie bei einem Angebot achten können. Zwei Millimeter auf hundertDie entscheidende Frage bei jeder Spritze lautet nicht, ob es danach besser geht. Das ist meistens der Fall, auch nach einer Spritze mit reiner Kochsalzlösung. Die Frage lautet, wie viel besser es geht als nach dieser Kochsalzspritze, denn nur dieser Unterschied geht auf das Präparat zurück. Alles andere ist der natürliche Verlauf, die Zuwendung, die Erwartung und der Umstand, dass man sich meldet, wenn es besonders weh tut, und es danach ohnehin wieder erträglicher wird. ...

17. September 2026 · 12 Minuten · Robert Bonnemann

Periradikuläre Therapie (PRT)

Die PRT ist eine gezielte Injektion an eine gereizte Nervenwurzel. Bei ausstrahlendem Beinschmerz lindert sie im Mittel wenig und für Wochen bis wenige Monate; für Armschmerz ist die Datenlage unsicherer. Sie verändert nicht die Bandscheibe selbst und ersetzt keine Operation, wo eine nötig ist.

15. Mai 2026 · 7 Minuten · Robert Bonnemann