Pes-anserinus-Syndrom
Wenn der innere Schienbeinkopf schmerzt Ein lokal umschriebener Schmerz am inneren Schienbeinkopf etwa eine Handbreit unterhalb der Kniegelenkslinie, der beim Aufstehen aus dem Sitzen, beim Treppensteigen und nachts beim Liegen mit aneinanderliegenden Knien auftritt: das ist das typische Bild des Pes-anserinus-Syndroms. Es wird häufig als „innere Gonarthrose" fehlinterpretiert, hat aber eine eigene Ursache und eine eigene Behandlungslogik. Was es eigentlich ist Der „Pes anserinus" (lateinisch für „Gänsefuß") bezeichnet die gemeinsame Ansatzstelle dreier Muskelsehnen am inneren Schienbeinkopf etwa fünf Zentimeter unterhalb der Kniegelenkslinie. Es sind die Sehnen des Musculus sartorius, des Musculus gracilis und des Musculus semitendinosus, die sich hier fächerförmig vereinen. Beim Pes-anserinus-Syndrom sind diese Sehnen an ihrer Ansatzstelle gereizt, häufig mit zusätzlicher Beteiligung des darunter liegenden Schleimbeutels (Bursa anserina). Klinisch werden Tendinopathie und Bursitis oft nicht sauber getrennt und unter dem gemeinsamen Begriff Pes-anserinus-Syndrom geführt. ...