Grundlagen

Schlaf

Schlaf als Teil der Schmerzregulation Schlafstörungen und chronischer Schmerz verstärken sich häufig gegenseitig. Schlechte Nächte senken die Schmerzschwelle des Tages, anhaltender Schmerz stört den Schlaf. Wer diesen Kreislauf an einer Stelle entlastet, kann an anderer Stelle Wirkung haben, ohne dass sich die zugrunde liegende Erkrankung verändert. Was Schlaf bei chronischem Schmerz leistet Schlaf ist nicht nur Erholung, sondern aktive Regulation. In Forschungsstudien zeigt sich konsistent, dass schlechtere Schlafqualität die Schmerzempfindlichkeit am Folgetag erhöht. Umgekehrt verbessert eine konsequentere Schlafhygiene oft nicht den Schmerz selbst, aber die Belastbarkeit und die Stimmung über den Tag. ...

11. Mai 2026 · 3 Minuten · Robert Bonnemann

Weiterführend

Das Tagesabschlussritual

Den Tag bewusst beenden Am Abend zur Ruhe zu kommen, fällt vielen schwer. Der Tag bekommt kein klares Ende, er läuft einfach aus. Was dabei mit ins Bett wandert, sind die offenen Aufgaben und die Gedanken, die sich um sie drehen. Bei chronischen Schmerzen kommt der Schmerz als zusätzlicher Begleiter dazu, und er wiegt nachts oft schwerer als am Tag. Ein kurzes, festes Ritual am Tagesende setzt hier an: Es macht den Tag bewusst zu, bevor die Nacht beginnt. ...

6. Juli 2026 · 5 Minuten · Robert Bonnemann

Schlafhygiene

Stabile Grundlagen, die tragen Schlafhygiene fasst die Grundregeln zusammen, die unabhängig von der einzelnen Nacht tragen. Sie ersetzt keine Therapie und keine perfekte Nacht, sondern schafft Bedingungen, unter denen das System sich besser regulieren kann. Bei chronischen Schmerzen lohnt sich die Mühe doppelt: ein stabilerer Schlaf ist bei vielen Verläufen mit niedrigerer Schmerzempfindlichkeit am Folgetag und besserer Belastbarkeit im Verlauf verknüpft. Rhythmus vor allem anderen Der wichtigste einzelne Faktor für besseren Schlaf bei chronischem Schmerz ist ein konstanter Rhythmus, vor allem morgens. Wer jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit aufsteht, auch am Wochenende, stabilisiert den inneren Takt. Die Zubettgehzeit darf etwas variieren, solange die Aufstehzeit stabil bleibt. Das gilt selbst für schlechte Nächte: eine kürzere, aber regelmäßige Nachtruhe ist langfristig günstiger als ein schwankender Rhythmus mit Ausschlafversuchen am Wochenende. ...

13. Mai 2026 · 4 Minuten · Robert Bonnemann