Weiterführend

Aufmerksamkeit nach außen lenken

Zwei feste Termine pro Woche Schmerz drängt sich in den Vordergrund. Das ist keine Einbildung und keine Charakterfrage, sondern eine Grundeigenschaft der Aufmerksamkeit: Ein Signal, das Schutz verlangt, kann unterbrechen, was gerade geschieht. Wo wenig anderes um Aufmerksamkeit konkurriert, etwa in einer ruhigen Arbeitsphase, an freien Abenden oder nach einem Rückzug, kann der Schmerz deshalb weiter nach vorn rücken, ohne dass sich am körperlichen Befund etwas geändert hat. Diese Übung setzt ein bewusstes Gegengewicht. ...

14. Oktober 2026 · 3 Minuten · Robert Bonnemann

Bewegungspausen am Schreibtisch

Ein bis zwei Minuten pro Stunde Wer mit chronischen Schmerzen lange am Schreibtisch sitzt, merkt das oft im Nacken oder Rücken, und eine ruhige Arbeit kann dem Schmerz mehr Raum lassen. Kurze Bewegungspausen setzen dagegen: regelmäßig, klein und ohne Trainingsplan. Sie ersetzen kein Training, aber sie unterbrechen das gleichförmige Sitzen. Zum Ausdrucken Bewegungspausen am Schreibtisch ...

14. Oktober 2026 · 3 Minuten · Robert Bonnemann

Dehnen: was es bringt und wie viel davon

Dehnen: was es bringt und wie viel davon Dehnen gehört zu den wenigen Maßnahmen, bei denen inzwischen recht genau bekannt ist, wie viel davon nötig ist. Die Antwort fällt anders aus, als die meisten Programme nahelegen: Entscheidend ist die Zeit, die über die Woche je Muskelgruppe zusammenkommt, und diese Zeit ist überschaubar. Weniger klar ist, was Dehnen darüber hinaus leistet, und an dieser Stelle lohnt es sich, genau hinzusehen. Was beim Dehnen tatsächlich passiertDie naheliegende Vorstellung lautet, der Muskel werde durch Dehnen länger. Dafür gibt es keinen guten Beleg. Was sich messbar ändert, ist etwas anderes: Ihr Körper lässt die Dehnung weiter zu, bevor sie unangenehm wird. Die Grenze verschiebt sich, nicht das Gewebe. Für Programme bis etwa acht Wochen ist das gut untersucht; für längere Zeiträume fehlen die entsprechenden Messungen. ...

22. September 2026 · 5 Minuten · Robert Bonnemann

Langsames Atmen: drei Minuten

Drei Minuten langsam atmen Langsames Atmen ist eine sehr kurze Übung: etwa drei Minuten, im Sitzen, ohne Hilfsmittel und ohne Meditation. Sie eignet sich besonders, wenn Ihnen längere Entspannungsprogramme nicht liegen, und lässt sich an jeden Arbeitstag anhängen. Zum Ausdrucken Atem-Tagebuch ...

14. Oktober 2026 · 3 Minuten · Robert Bonnemann

Muskelentspannung in Kurzform

Wenige Minuten anspannen und lösen Die progressive Muskelentspannung ist eine körperliche Übung: Sie spannen eine Muskelgruppe für einige Sekunden an, lassen los und achten auf den Unterschied. Das klassische Verfahren dauert lange, die Kurzform mit fünf Muskelgruppen kommt mit fünf bis zehn Minuten aus. Erfahrungsgemäß finden Menschen, die mit Meditation wenig anfangen können, hier leichter einen Zugang, weil es etwas zu tun gibt. Zum Ausdrucken Muskelentspannung in Kurzform ...

14. Oktober 2026 · 3 Minuten · Robert Bonnemann

Quarkwickel: kühlendes Hausmittel richtig anwenden

Quarkwickel: kühlendes Hausmittel richtig anwenden Der Quarkwickel ist eines der ältesten Hausmittel gegen gereizte, überwärmte Gelenke. Er kostet fast nichts, hat kaum Risiken und lindert bei vielen Menschen spürbar. Die hausärztliche Leitlinie zum chronischen Schmerz nennt Quark- und Kohlwickel ausdrücklich als Selbstanwendung, die es wert ist, ausprobiert zu werden. Diese Seite zeigt Schritt für Schritt, wie der Wickel angelegt wird, und ordnet ehrlich ein, was er kann und was nicht. Zum Ausdrucken Quarkwickel fürs Knie: Schritt für Schritt ...

29. Juli 2026 · 7 Minuten · Robert Bonnemann

Selbst aktiv, und wie es weitergeht

Das letzte Kapitel bündelt, was außerhalb von Arztterminen zählt: die eigene Aktivität, Sexualität und Partnerschaft, Kinderwunsch, Rehabilitation, Selbsthilfe und die sozialmedizinischen Fragen, die bei Endometriose oft zu kurz kommen.

19. September 2026 · 5 Minuten · Robert Bonnemann

Was Training im Alter bringt

Was Training im Alter bringt Die Frage, die viele Menschen mit chronischen Schmerzen eigentlich umtreibt, lautet nicht: Wie viel Prozent weniger Schmerz bringt mir das Training? Sie lautet: Was habe ich langfristig davon? Es geht um Selbstständigkeit, um Kraft, Gleichgewicht, Knochen, Herz und Kopf. Diese Wirkungen hängen nicht an einer Diagnose. Sie gelten deshalb auch dann, wenn der Nutzen von Bewegung für Ihre Erkrankung nur schwach belegt ist. Was mit dem Alter wirklich nachlässtDie verbreitete Vorstellung geht so: Im Alter schwindet die Muskelmasse, und deshalb sinkt die Kraft. Die Reihenfolge stimmt nicht. ...

13. Juli 2026 · 8 Minuten · Robert Bonnemann

Ergänzungen

Das Gedankenprotokoll

Automatische Gedanken erkennen In Momenten mit Stress oder einer Schmerzspitze tauchen oft blitzschnelle Gedanken auf, ohne dass man sie bewusst wählt. „Das geht nie wieder weg." „Ich halte das nicht aus." Solche automatischen Gedanken laufen im Hintergrund und prägen mit, wie stark eine Situation belastet. Ein Gedankenprotokoll hilft, sie zu bemerken und nüchterner einzuordnen. Zum Ausdrucken Gedankenprotokoll ...

6. Juli 2026 · 3 Minuten · Robert Bonnemann

Das Mini-Tagebuch

Eine kleine Gewohnheit, jeden Tag ein Strich Gute Vorsätze scheitern selten am Willen, sondern an der Größe. Das Mini-Tagebuch dreht das um: Sie wählen eine einzige, sehr kleine Praxis und halten jeden Tag mit einem Strich fest, dass Sie sie getan haben. Nicht die Menge zählt, sondern dass es überhaupt stattfindet. Zum Ausdrucken Mini-Tagebuch: eine kleine Gewohnheit ...

6. Juli 2026 · 2 Minuten · Robert Bonnemann

Das Schmerztagebuch

Welche Form zu Ihrer Frage passt Ein Schmerztagebuch ist ein etabliertes, hilfreiches Werkzeug. Es gibt aber nicht die eine richtige Form. Welche passt, hängt davon ab, was Sie herausfinden wollen. Für Diagnostik und das Erkennen von Auslösern ist ein ausführliches, oft tägliches Tagebuch Standard und sinnvoll. Für den Überblick über Wochen und in Situationen, in denen die tägliche Zahl beginnt, die Aufmerksamkeit auf den Schmerz zu binden, ergänzt eine schlanke Wochenform. Sie ersetzt das tägliche Tagebuch nicht, sie kommt für bestimmte Fragen dazu. ...

6. Juli 2026 · 4 Minuten · Robert Bonnemann

Das Stress-Tagebuch

Was Stress auslöst, und was hilft Stress und Schmerz hängen zusammen. In belastenden Phasen werden Schmerzen bei vielen Menschen stärker, in ruhigeren Zeiten lassen sie eher nach. Ein Stress-Tagebuch macht diesen Zusammenhang sichtbar, und vor allem: es hält fest, was Ihnen tatsächlich geholfen hat. Es ist bewusst schlank gehalten, damit es nicht selbst zur Last wird. Zum Ausdrucken Stress-Tagebuch ...

6. Juli 2026 · 3 Minuten · Robert Bonnemann

Der Mini-Check-In

Dreißig Sekunden für den Körper Bei chronischen Schmerzen richtet sich die Aufmerksamkeit oft nur dann auf den Körper, wenn etwas wehtut. Der Mini-Check-In ist ein kurzer, freundlicher Gegenpol: dreißig Sekunden am Tag, in denen Sie kurz hinspüren, ohne sofort etwas verändern zu müssen. Bemerken statt bewerten, mehr nicht. Zum Ausdrucken Mini-Check-in ...

6. Juli 2026 · 2 Minuten · Robert Bonnemann

Trainingseinstieg bei chronischen Schmerzen

Vier Bausteine tragen den Trainingseinstieg: realistischer Startwert, schrittweise Steigerung, klare Schmerz-Regeln, feste Routinen. Wirkung entsteht über Wochen, nicht über Einheiten.

15. Mai 2026 · 6 Minuten · Robert Bonnemann