Weiterführend

Was Training im Alter bringt

Was Training im Alter bringt Die Frage, die viele Menschen mit chronischen Schmerzen eigentlich umtreibt, lautet nicht: Wie viel Prozent weniger Schmerz bringt mir das Training? Sie lautet: Was habe ich langfristig davon? Es geht um Selbstständigkeit, um Kraft, Gleichgewicht, Knochen, Herz und Kopf. Diese Wirkungen hängen nicht an einer Diagnose. Sie gelten deshalb auch dann, wenn der Nutzen von Bewegung für Ihre Erkrankung nur schwach belegt ist. Was mit dem Alter wirklich nachlässt Die verbreitete Vorstellung geht so: Im Alter schwindet die Muskelmasse, und deshalb sinkt die Kraft. Die Reihenfolge stimmt nicht. ...

13. Juli 2026 · 8 Minuten · Robert Bonnemann

Ergänzungen

Das Gedankenprotokoll

Automatische Gedanken erkennen In Momenten mit Stress oder einer Schmerzspitze tauchen oft blitzschnelle Gedanken auf, ohne dass man sie bewusst wählt. „Das geht nie wieder weg." „Ich halte das nicht aus." Solche automatischen Gedanken laufen im Hintergrund und prägen mit, wie stark eine Situation belastet. Ein Gedankenprotokoll hilft, sie zu bemerken und nüchterner einzuordnen. Warum Gedanken den Schmerz mitprägen Wie Schmerz erlebt wird, hängt nicht nur von den Nerven ab, sondern auch von der Bewertung der Lage. Gedanken, die das Schlimmste vorwegnehmen oder sich im Kreis drehen, verstärken Anspannung und Hilflosigkeit und können das Erleben ungünstig färben. Genau hier setzen kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze an, die zu den am besten untersuchten psychologischen Methoden bei chronischem Schmerz gehören. Das Gedankenprotokoll ist ein einfaches Werkzeug aus diesem Ansatz, das Sie selbst ausprobieren können. ...

6. Juli 2026 · 3 Minuten · Robert Bonnemann

Das Mini-Tagebuch

Eine kleine Gewohnheit, jeden Tag ein Strich Gute Vorsätze scheitern selten am Willen, sondern an der Größe. Das Mini-Tagebuch dreht das um: Sie wählen eine einzige, sehr kleine Praxis und halten jeden Tag mit einem Strich fest, dass Sie sie getan haben. Nicht die Menge zählt, sondern dass es überhaupt stattfindet. Warum so klein Wählen Sie etwas so Kleines, dass „keine Zeit" kein Argument ist, zum Beispiel ein bewusster Atemzug beim Übergang zwischen zwei Räumen. Eine winzige Praxis, die verlässlich stattfindet, ist mehr wert als eine ambitionierte, die ausfällt. Neue Gewohnheiten halten am besten, wenn sie an etwas Bestehendes andocken, das schon von allein läuft. ...

6. Juli 2026 · 1 Minute · Robert Bonnemann

Das Schmerztagebuch

Welche Form zu Ihrer Frage passt Ein Schmerztagebuch ist ein etabliertes, hilfreiches Werkzeug. Es gibt aber nicht die eine richtige Form. Welche passt, hängt davon ab, was Sie herausfinden wollen. Für Diagnostik und das Erkennen von Auslösern ist ein ausführliches, oft tägliches Tagebuch Standard und sinnvoll. Für den Überblick über Wochen und in Situationen, in denen die tägliche Zahl beginnt, die Aufmerksamkeit auf den Schmerz zu binden, ergänzt eine schlanke Wochenform. Sie ersetzt das tägliche Tagebuch nicht, sie kommt für bestimmte Fragen dazu. ...

6. Juli 2026 · 4 Minuten · Robert Bonnemann

Das Stress-Tagebuch

Was Stress auslöst, und was hilft Stress und Schmerz hängen zusammen. In belastenden Phasen werden Schmerzen bei vielen Menschen stärker, in ruhigeren Zeiten lassen sie eher nach. Ein Stress-Tagebuch macht diesen Zusammenhang sichtbar, und vor allem: es hält fest, was Ihnen tatsächlich geholfen hat. Es ist bewusst schlank gehalten, damit es nicht selbst zur Last wird. Warum sich das Beobachten lohnt Was Stress auslöst, bleibt im Tagesfluss oft unbemerkt. Erst über eine Woche zeigen sich Muster: bestimmte Situationen, die wiederkehren, und Reaktionen, die verlässlich folgen, auch körperlich. Mindestens so wichtig ist die zweite Spur, die viele übersehen: was in diesen Momenten geholfen hat. Genau das lässt sich dann bewusster wiederholen. Beobachten ist hier kein Grübeln, sondern der erste Schritt zu mehr Handlungsspielraum. ...

6. Juli 2026 · 2 Minuten · Robert Bonnemann

Der Mini-Check-In

Dreißig Sekunden für den Körper Bei chronischen Schmerzen richtet sich die Aufmerksamkeit oft nur dann auf den Körper, wenn etwas wehtut. Der Mini-Check-In ist ein kurzer, freundlicher Gegenpol: dreißig Sekunden am Tag, in denen Sie kurz hinspüren, ohne sofort etwas verändern zu müssen. Bemerken statt bewerten, mehr nicht. Die drei Fragen Nehmen Sie sich einmal am Tag einen Moment und gehen Sie drei Fragen durch: Was spüre ich gerade im Körper? Wie ist mein Atem, wenn ich nicht eingreife? Und was wäre eine kleine Geste der Freundlichkeit gegenüber meinem Körper jetzt? Pro Tag eine Zeile, ein Satz reicht. ...

6. Juli 2026 · 2 Minuten · Robert Bonnemann

Trainingseinstieg bei chronischen Schmerzen

Vier Bausteine tragen den Trainingseinstieg: realistischer Startwert, schrittweise Steigerung, klare Schmerz-Regeln, feste Routinen. Wirkung entsteht über Wochen, nicht über Einheiten.

15. Mai 2026 · 6 Minuten · Robert Bonnemann